90 Jahre Gemeinde Wietze

Jubiläumsfestgottesdienst mit anschließendem Brunch

Am 24. Juni feierte die Gemeinde Wietze ihr 90-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass waren auch zahlreiche ehemalige Gemeindeangehörige, Vertreter der politischen Gemeinde (der stellvertretende Bürgermeister Herr Ziemke) sowie der benachbarten katholischen Pfarrgemeinde eingeladen worden. Über die zahlreichen Besuche haben wir uns sehr gefreut. Damit alle der etwa 140 Anwesenden einen Sitzplatz finden konnten, mussten so gar die draußen für den anschließenden Brunch aufgebauten Sitzbänke in die Kirche hineingebracht werden.

Das Ensemble "Vocantimus" sorgte - neben dem gemeindeeigenen Chor - für musikalische Highlights.

Ein besonders schönes Gastgeschenk soll nicht unerwähnt bleiben: Priester i.R. Adolf Baas übergab der Gemeindeleitung eine Bibel aus der Anfangszeit der Gemeinde. Leider ist die Seite mit dem Druckjahr nicht mehr vorhanden, aber sie muss aus der Jahrhundertwende stammen.

Der Festgottesdienst wurde von unserem Apostel Helge Mutschler durchgeführt. Er legte diesem speziellen Festgottesdienst ein Bibelwort aus Römer 12, 12 zugrunde:  "Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet."

Darauf bezugnehmend beschrieb der Apostel drei Rezepte für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde.

Das erste Rezept sei die "fröhliche Hoffnung". Es ist unsere Hoffnung, dass Jesus Christus bald wiederkommt, das Friedensreich auf Erden aufgerichtet wird und am Ende, nach dem Endgericht wir in einer neuen Schöpfung bei Gott wohnen werden. Wenn wir das in unserer Seele spüren, dann entsteht diese fröhliche Hoffnung. Der Apostel rief die Gemeinde auf, sich gegenseitig Hoffnung zu machen und diese Hoffnung hinauszutragen.

Das zweite Rezept sei die "Geduld in der Trübsal und im Leid". Es setzt voraus, dass wir uns immer wieder vor Augen führen: das Leid kommt nicht von Gott, denn Gott ist Liebe. Diese Dinge geschehen, weil wir in einer gefallenen Welt leben, in der die Sünde regiert. Wir leben nicht mehr im Paradies. Geduldig in Trübsal zu sein heißt, darunter zu bleiben mit dem Gedanken "Gott ist Liebe".  Und das geht am besten gemeinsam, indem wir Schwester oder Bruder, die tief im Leid drin sind, an die Hand nehmen, mit ihnen glauben und für sie beten. Dann werden sie erkennen, dass Gott die Liebe ist.

Das dritte Rezept sei die "Beharrlichkeit im Gebet". Dabei geht es nicht um mehr Gebete, sondern um mehr Qualität und Intensität. So sollte die Bitte um das Kommen des Herrn mutiger vorgetragen werden. Auch um die Versorgung der Gemeinde, um Gaben aus dem Heiligen Geist, sollte intensiver gebetet werden. Auch wenn die Gemeinde Wietze seit 90 Jahren Gaben hat, ist das ist keine Selbstverständlichkeit.

Zum Schluss rief unser Apostel der Gemeinde zu: "Wachet auf, ruft uns die Stimme!" und lud die Gemeinde herzlich ein, gemeinsam weiter zu hoffen, denn der Herr kommt bald.

Im Anschluß an den Gottesdienst wurde zum gemeinsamen Brunch geladen, wovon die meinsten Anwesenden reichlich Gebrauch machten!